Lindenrain-Schule, Grund- Gemeinschaftsschule
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Bundesweite Initiative „Spielen macht Schule“
Ebhausen, Oktober 2025. Die Lindenrain-Schule hat dank ihres originellen und durchdachten Konzepts eine komplette Spielwarenausstattung für den Ganztagesbereich gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau!
Die Lindenrain-Schule Ebhausenhat sich an dem diesjährigen Aufruf der Initiative beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen von Spielen und Lernen an ihrer Schule vorstellt. Das Konzept der Lindenrain-Schule hat die Jury überzeugt und so erhielten die Schülerinnen und Schüler für ihren Spieleschrank im Ganztagesbereich eine Vielzahl neuer Gesellschaftsspiele für kleine und große Schüler.
Diese werden vorwiegend in der Mittagsbetreuung im Ganztag genutzt. Zum einen in der Spiele-AG, in der sich die Kinder der 3.- 6. Klasse treffen, um gemeinsam zu spielen. Besonders attraktiv ist die Spielezeit dann, wenn sie donnerstags von Schülern aus der 8. Klasse durchgeführt wird. Florian Giersberg, Theo Bär, Phillip Lutz, Denny Kargl und Oskar Raistrick haben sich bereit erklärt, in der Mittagspause als Spielebetreuer die Ausgabe der Gesellschaftsspiele zu überwachen, Schüler für das Spielen zu begeistern, Spielregeln zu erklären und mit den spielefreudigen Schülern gemeinsam zu spielen. Das „grüne Atrium“ des neu gestalteten Foyers der Schule wird mit den Spielen nun attraktiv und von den Schülern gerne genutzt.
Des Weiteren steht in der Mensa ein Spielewagen bereit, der nach dem Mittagessen unter der Aufsicht von Lehrerin Melanie Wolfer die Grundschüler zum Spielen einlädt.
Ganz bewusst bietet die Lindenrain-Schule Ebhausen in der Mittagspause den Schülerinnen und Schülern attraktive Freizeit-Angebote, wozu nun auch das reiche Spielerepertoire der Gemeinschaftsschule gehört. Seit diesem Schuljahr ist die Lindenrain-Schule handyfrei und so komme der sinnvollen Gestaltung des Schullebens eine besondere Bedeutung für das gemeinsame Miteinander zu, meint Ulrike v. Altrock, die die Ganztagesangebote der Lindenrain-Schule koordiniert und organisiert.
Immer wieder werden Spiele auch im Schulalltag genutzt, um das soziale Lernen zu trainieren. Sich für ein Spiel zu entscheiden, die Spielregeln zu lesen und zu verstehen, die anderen Mitspieler wahrzunehmen, Geschicklichkeit und Taktiken anzuwenden, Spielfreude zuzulassen und Spielfrust ertragen zu lernen. Das alles sind Lernfelder, die Kinder heute oftmals neu lernen müssen.
„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, ZNL Ulm.
Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein Mehr Zeit für Kinder und dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen.
Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken.
Um eine Spieleausstattung für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Schulen bis Juni 2025 Zeit, ihre individuell erarbeitete Bewerbung an den Verein „Mehr Zeit für Kinder“ zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Jury prämiert und die Ausstattung der Schule erfolgte im Anschluss.
Dazu gehört nun auch die Lindenrain-Schule Ebhausen, die nicht nur stolz auf das eingereichte Spielekonzept ist, sondern auch, dass die Prämierung nun zeitgleich mit dem Start der „handyfreien Schule“ erfolgte und für die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule eine alternative Freizeitbeschäftigung in der Mittagspause ermöglicht.
Fotos: Ulrike v. Altrock







