Lindenrain-Schule, Grund- Gemeinschaftsschule
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Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Dachau
Zum Einstieg ins neue Jahr besuchten die Klassen 9 und 10 am Freitag, den 09. Januar 2026 die KZ-Gedenkstätte in Dachau. Die Anreise verlief bereits reibungslos und wir konnten unseren drei- bis vierstündigen Workshop bereits etwas früher beginnen als geplant. Ab 12.15 Uhr ging es für die drei Klassen getrennt zu den Führungen, die von geschultem und erfahrenem Personal geleitet wurden. Alle Gruppen begannen damit, ihre Erwartungen an den Besuch in der Gedenkstätte zu anhand zur Auswahl gestellten Bildern zu formulieren. Wie stellen sich Schülerinnen und Schüler ein Konzentrationslager während des Nationalsozialismus vor? Was würden sie dort nicht erwarten? Nach dem Einstieg ging es in den Gruppen auf das Gelände, wo, gepaart mit interessanten Hintergrundinfos und Geschichten einzelner Personen oder Personengruppen, die Schülerinnen und Schüler Geschichte hautnah spüren konnten. Die lebhafte Erzählweise packte die Jugendlichen und sie konnten auch eigenes Wissen einfließen lassen. Besonders eindrücklich war die Größe der Barracken, in denen die Gefangenen in Massen untergebracht waren, sowie natürlich das Krematorium und das „Duschbad“, das dazu diente, mehrere Menschen gleichzeitig auf menschenfeindlichste Weise zu ermorden. „Da drin hat sich in mir was zusammengezogen, das war schlimm“, äußerte sich Fabian Rühle (10a) im Anschluss. Maxim Beuerle (10a) merkte an, dass er im Vorhinein dachte, er könnte kühl bleiben, da er die Geschichte ja kannte, aber bei dem Gedanken an die Erfahrungen und das Unrecht wäre er sehr emotional geworden. Des Weiteren wurden auch die Gefängniszellen und der Appellplatz besichtigt. Beim Gang durch das Museum konnten die Schülerinnen und Schüler noch einmal verschiedene Aspekte genauer in Augenschein nehmen, den Aufstieg der Nationalsozialisten, eine übersichtliche Karte Mitteleuropas über die Standorte von Arbeits- und Vernichtungslagern und auch die Geschichte der Befreiung durch die Amerikaner. „Da konnte ich mir die Bilder auf den Fernsehern nicht anschauen, das war zu schrecklich, als sie dort haufenweise Leichen in den Wagons vorgefunden haben“, sagte Jule Ellenberger (10a) nach der Ausstellung.
Besonders wichtig war es während den Führungen zu erfahren, dass jede und jeder ein potenzielles Opfer darstellen konnte, nicht nur religiös Verfolgte. Lotte Hamann (9b) meinte hierzu: „Es war gut, dass wir das alles mal in Echt gesehen haben und mir ist erstmal bewusst geworden, wie viele Menschen das getroffen hat – nicht nur Juden.“
„Es war grausam, die Folter und das Leid zu sehen und so etwas Schreckliches sollte nie mehr passieren“, fasste Nevin Döner (9b) die Grausamkeiten des NS-Regimes zusammen. Ein eindrücklicher Tag ging zu Ende. Die Schülerinnen und Schüler konnten viel erfahren, die Eindrücke mussten bei der Heimfahrt erstmal verarbeitet werden. Eine solche Exkursion ist ein wichtiger Bestandteil der politischen Bildung von Schülerinnen und Schüler, um sie auf dem Weg zu mündigen Erwachsenen zu begleiten.
Ein Dank geht an den Förderverein der Lindenrain-Schule, die die Exkursion finanziell unterstützt und so die Durchführung möglich gemacht haben.









