Lindenrain-Schule, Grund- Gemeinschaftsschule
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Ausflug ins Freilichtmuseum Beuren
Für die Klassen 2 bis 4 stand zunächst alles im Zeichen der Bienen. Beim Angebot rund um dieses wichtige Insekt erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über das Leben der Bienen und ihre unverzichtbare Rolle in der Natur. Besonders eindrucksvoll war, dass sie einem Imker direkt bei seiner Arbeit zusehen konnten. Geduldig beantwortete er die vielen Fragen der Kinder und zeigte anschaulich, wie Bienen leben und arbeiten. Ein besonderes Highlight war, dass die Kinder selbst Imkerhüte tragen durften und den Bienen sowie den Waben ganz nah kommen konnten. Im Anschluss wurden alle selbst aktiv und bauten mit viel Engagement und gegenseitiger Unterstützung ein eigenes Waldbienenhotel. Am Ende konnte jedes Kind ein kleines Zuhause für Wildbienen fertigstellen.
Danach ging es mit dem Angebot „Kühe machen Mühe“ weiter. Hier lernten die Kinder, wie Kühe früher gehalten wurden und wie viel Arbeit mit ihrer Versorgung verbunden war. Bevor die Tiere gefüttert werden konnten, mussten die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen: Mit einer Sense mähten sie Gras, sammelten es zusammen und legten es anschließend zum Trocknen aus. Nachdem das Futter vorbereitet war, durften die Kinder das Melken an Holzkühen ausprobieren. Die dabei „gewonnene“ Milch wurde in Gläsern so lange geschüttelt, bis daraus Butter entstand. Diese wurde mit frischen Kräutern und Blüten verfeinert und anschließend gemeinsam mit leckerem Bauernbrot verkostet. Am nächsten Tag wurde das Thema im Klassenzimmer noch einmal aufgegriffen und mit Kräuter-, Kakao- und Vanillebutter fortgesetzt.
Auch die Erstklässlerinnen und Erstklässler erlebten im Freilichtmuseum Beuren einen abwechslungsreichen und besonderen Tag. Ihr Thema lautete „Vom Schaf zur Wolle“. Gleich zu Beginn durften die Kinder die Schafe füttern und die kleinen Lämmchen streicheln – ein Erlebnis, das bei allen für große Begeisterung sorgte. An der Mitmachstation erfuhren sie anschließend, wie sich echte, naturbelassene Schafswolle anfühlt, und versuchten selbst, diese weich zu kämmen. Besonders spannend war die Begegnung mit Frau Schäfer, die den Kindern eine große Schere zeigte, mit der früher Schafe geschoren wurden. Dabei lernten sie auch, dass das Scheren eines Schafes damals etwa eine Stunde dauerte, während dies heute mit einem elektrischen Rasierer in ungefähr zehn Minuten möglich ist. Zum Abschluss durften die Kinder selbst Wollbälle filzen – sogar mit bunter Schafswolle.
Nach einer Mittagspause auf dem Spielplatz nahmen die Erstklässler an der Führung „Kinderzimmer gesucht“ teil. In Bauernhäusern, die 250, 100 und 70 Jahre alt sind, konnten sie entdecken, wie sehr sich das Wohnen im Laufe der Zeit verändert hat. Dabei wurde schnell deutlich, dass es früher kein eigenes Kinderzimmer mit Bett, Schrank, Schreibtisch und Spielsachen gab. Stattdessen mussten Kinder oft mit sehr wenig Platz und wenigen Spielmöglichkeiten auskommen. Besonders interessant war auch das Schreiben auf einer Schiefertafel mit Griffel, das alle selbst ausprobieren durften. Dabei merkten die Kinder schnell, dass dies gar nicht so einfach war. Am Ende waren sich fast alle einig, dass sie nicht in früheren Zeiten hätten leben wollen – denn Strom und fließendes Wasser sind Annehmlichkeiten, die heute für uns selbstverständlich erscheinen, aber keineswegs selbstverständlich sind.
Der Ausflug ins Freilichtmuseum Beuren war für alle Kinder eine tolle und lehrreiche Erfahrung. Durch das eigene Ausprobieren, Beobachten und Mitmachen konnten sie viele spannende Einblicke in das Leben und Arbeiten früherer Zeiten gewinnen.














